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Rheinmetall Automotive steigert Umsatz und Ertrag im ersten Quartal

13.06.2017

Die Rheinmetall Automotive AG, Neckarsulm, knüpft auch im ersten Quartal 2017 an ihre gute Geschäftsentwicklung des Vorjahres an. Das zum Technologiekonzern Rheinmetall gehörende Unternehmen erzielte einen Umsatz von 737 MioEUR und übertraf damit den Vorjahreswert von 654 MioEUR um 13%. Der um Wechselkurs-effekte bereinigte Zuwachs lag bei 11%. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 10 MioEUR oder 19% auf 62 MioEUR. Damit stieg auch die Rentabilität nochmals, sie erhöhte sich von 8,0% im Vorjahresquartal auf 8,4% in diesem Jahr.

Alle drei Divisionen trugen zum Umsatz- und Ertragswachstum bei. Die hohe Nach­frage der Automobilhersteller nach Lösungen zur Reduzierung von Schadstoff­emissionen hielt im ersten Quartal 2017 an, so dass der Umsatz der Division Mechatronics im Vorjahresvergleich um 15% auf 425 MioEUR anwuchs. Der erhöhte Umsatz führte zu einem weiteren Anstieg des operativen Ergebnisses auf 43 MioEUR (+26%). Erst jüngst hat Mechatronics einen Erstauftrag für eine beson­dere Applikation von Kühlmittelventilen von einem großen amerikanischen Automobil­­hersteller erhalten. Der Auftrag hat ein Lifetime-Volumen von mehr als 25 MioUSD.

Auch für die Division Hardparts hat das Jahr 2017 erfolgreich begonnen. Mit einem Umsatz von 249 MioEUR im ersten Quartal 2017 konnte ein Plus von 8% gegenüber dem Vorjahres­quartal erreicht werden. Neben einer Erholung im Markt für Großkol­ben ging dies vor allem auf das Geschäft mit Kleinkolben für den europäischen Markt zurück. Das operative Ergebnis der Division verbesserte sich auf 17 MioEUR (+31%). Mit einem jüngst gewonnenen Großauftrag über Nutzfahrzeugkolben im Wert von mehr als 70 MioEUR für einen nordamerikanischen Premium-Lkw-Hersteller setzt die Division den strategischen Ausbau ihres Stahlkolbengeschäfts erfolgreich fort.

Neben Produktinnovationen zur weiteren Effizienzsteigerung von Verbrennungs­motoren investieren die Divisionen Mechatronics und Hardparts verstärkt in neue Produkte auf dem Gebiet der Elektromobilität, wie etwa dem Batterie- und Thermomanagement.

Der Umsatz der Division Aftermarket stieg um 11% auf 83 MioEUR, was im Wesent­lichen auf die Umsätze mit Produkten der konzerneigenen Marken Kolbenschmidt und Pierburg zurückzuführen war. Während die Geschäftsentwicklung in den Vertriebs­regionen Europa und Asien einen guten Verlauf zeigte, war das Geschäft mit Kunden im Nahen Osten krisenbedingt weiter beeinträchtigt. Im Vergleich zum Umsatzzuwachs konnte das operative Ergebnis überproportional um 40% auf 7 MioEUR gesteigert werden.

Die in den Umsatzzahlen von Rheinmetall Automotive nicht enthaltenen Joint Venture-Gesellschaften mit chinesischen Partnern konnten ihre Erlöse im ersten Quartal des Jahres 2017 ebenfalls leicht steigern. Ihr Geschäftsvolumen belief sich in den ersten drei Monaten auf 218 MioEUR (Q1 2016: 214 MioEUR), das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 2 MioEUR oder 20% auf 12 MioEUR.

Der Umsatzverlauf von Rheinmetall Automotive ist entscheidend durch die konjunk­turelle Entwicklung auf den wichtigen Automobilmärkten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien bestimmt. Basierend auf den aktuellen Expertenprog­nosen für die Entwicklung der globalen Automobilproduktion in diesem Jahr erwartet Rheinmetall für den Unternehmensbereich Automotive ein Umsatzwachstum von 3% bis 4%. Das Unternehmen rechnet im Geschäftsjahr erneut mit einer Steigerung des operativen Ergebnisses bei einer operativen Ergebnisrendite von mindestens 8%.